Wer braucht eine Vivid-Karte

Was Vivid heute ist

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Vivid ist eine Mobile-App mit Konto, Debitkarte VISA VIVID und integrierter Geldanlage. Gestartet wurde das Projekt von ehemaligen Top-Managern der Tinkoff Bank; anfangs lief Vivid in Deutschland auf der Plattform der deutschen Solarisbank, inzwischen hat das Unternehmen eine eigene Lizenz.

Tarife 2026

  • Standard — 0 €/Monat für aktive Kundinnen und Kunden; ohne Aktivität werden 3,90 €/Monat berechnet. Cashback bis 20 € im Monat, bis zu 3 Pockets.
  • Plus — 6,90 €/Monat. Cashback bis 50 € im Monat, bis zu 6 Pockets.
  • Prime — erster Monat kostenlos, danach ab 7,90 €/Monat. Cashback bis 100 € im Monat, bis zu 15 Pockets.

Der Wechselkursaufschlag bei Fremdwährungsumsätzen beträgt 0,25 % auf allen drei Tarifen.

Daneben gibt es Geschäftstarife für Selbstständige und Firmen: Free Start — 0 €, Basic — 6,90 €, Pro — 18,90 € im Monat. In den letzten Jahren hat sich Vivid deutlich in Richtung Geschäftskunden verschoben, auf der deutschen Website steht der Business-Bereich inzwischen an erster Stelle.

➡ Vorteile

  • ▪️ kostenloser Tarif bei regelmäßiger Nutzung und eine kostenlose VISA-Karte
  • ▪️ mehrere Pockets mit eigenen IBANs — praktisch, um Geld nach Zielen zu trennen
  • ▪️ Mehrwährungskonten und ein niedriger Kursaufschlag — 0,25 %
  • ▪️ Cashback mit einer Obergrenze, die mit dem Tarif steigt: 20 / 50 / 100 € im Monat
  • ▪️ Aktien, ETFs und Kryptowährungen in derselben App

➡ Nachteile

  • ▪️ ❗ Es ist keine Bank, sondern ein E-Geld-Institut: Das Produkt funktioniert anders als ein deutsches Girokonto — wie Sie ein deutsches Girokonto auswählen, erklären wir gesondert
  • ▪️ ❗ Der Einlagenschutz ist französisch, nicht die deutsche Einlagensicherung
  • ▪️ Die Kostenfreiheit von Standard ist an Bedingungen geknüpft: ohne Aktivität fallen 3,90 €/Monat an
  • ▪️ ❗ Steuer. Zahlungen, die das Finanzamt nicht als Kaufpreisminderung, sondern als Einnahme wertet (etwa ein Bonus für die Empfehlung eines Freundes), fallen unter § 22 Nr. 3 EStG. Kommen im Kalenderjahr 256 € oder mehrzusammen, ist der gesamte Betrag steuerpflichtig, nicht nur der übersteigende Teil — berechnen und erklären muss das die Kundin oder der Kunde selbst. In Werbeprospekten steht das nicht
Wer braucht eine Vivid-Karte

Schlussfolgerungen

  • ▪️ Wer eine kostenlose VISA-Karte und Mehrwährungs-Pockets braucht, ist mit Vivid gut bedient.
  • ▪️ Als Ersatz für das deutsche Hauptgirokonto — mit Vorbehalten: Es ist keine Bank, und der Einlagenschutz ist französisch.
  • ▪️ Prime für 7,90 € lohnt sich nur bei hohen Ausgaben in Partnershops: Die Cashback-Obergrenze liegt bei 100 € im Monat, mit normalen Einkäufen ist sie kaum zu erreichen.
  • ▪️ Als Anlageplattform bleibt Vivid eine App nebenbei und kein professionelles Werkzeug.

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